Erfolgskonto Beispiel Essay

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übersicht vom Ausbruch des Krieges bis zur Schlacht von Mylae

3. Situation in Messina

4. Vertragliche Situation

5. Kurze Vorstellung der einzelnen Parteien

6. Beginn des Krieges
6.1. Darstellungen von Mommsen, Albert und Heuß

7. Kriegsverlauf I
7.1 Messina
7.2 Der Kampf um Akragas

8. Flottenbau
8.1 Corvus als Besonderheit

9. Kriegsverlauf II
9.1 Die „Schlacht“ bei den Liparischen Inseln
9.2 Die Seeschlacht von Mylae

10. Abschlusskommentar

11. Bilder und Karten

12. Quellen und Literatur

1. Einleitung

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem ersten Punischen Krieg zwischen Rom und Karthago. Sie spezialisiert sich jedoch auf die erste Phase des Krieges, von seinem Ausbruch bis zur Seeschlacht von Mylae.

Es sollen die Situation vor dem Beginn der Kampfhandlungen, die Parteien selbst und der Verlauf des Krieges beschrieben und analysiert werden. Ich werde die Hauptakteure und ihre Ziele näher erörtern und den chronologischen Ablauf vor allem an den einzelnen Kriegsschauplätzen verdeutlichen. Auch wird der Flottenbau der Römer, der eine zentrale Funktion in diesem Krieg und in der weiteren römischen Geschichte einnimmt, näher untersucht werden.

Die Hausarbeit wird versuchen diese Ereignisse zu schildern und eine Antwort auf die Frage nach dem Wahrheitsgehalt des Mythos’ des Flottenbaus zu finden. Die unterschiedlichen Ansichten der einzelnen Historiker sollen in ihren Ansätzen vorgestellt werden und zur Klärung der wahrscheinlichsten Abläufe beitragen.

Hauptsächliche Quelle für den Ablauf der Ereignisse wird Polybios sein. Auch Zonaras und Diodor sind teil des Rekonstruktionsversuch der Ereignisse. Als Literatur sind Theodor Mommsen, Alfred Heuß, Werner Huß, Agnes Hof und Klaus Zimmermann mit ihren entsprechenden Werken, die später noch erwähnt werden, maßgebend für diese Hausarbeit.

Der Beginn wird nun die grobe Übersicht der Geschehnisse des zu behandelnden Teilgebiets des ersten Punischen Krieges bilden.

2. Übersicht vom Ausbruch des Kriegs bis zur Schlacht von Mylae

Ich möchte an einem ganz bestimmten Punkt ansetzen. Dieser Zeitpunkt befindet sich im Jahr 264 v. Chr.1 Darauf soll später noch kurz eingegangen werden. Die Mamertiner sind im Besitz der Stadt Messina in Sizilien, werden aber von den Syrakusern unter Hieron II. belagert. Diese missliche Lage der Mamertiner verschlimmerte sich mit der Niederlage am Longanus. Die Stadt war eingeschlossen und die Mamertiner sahen sich nicht mehr in der Lage ihre Stadt alleine zu halten, auch weil sie ihre Unterstützung aus Rhegion2 verloren hatten. Hier hatten die Römer wieder die Oberhand, waren zwar mit den Mamertiner verbündet, aber duldeten nicht die Beutezüge dieser.3

So richten die Mamertiner ein Hilfegesuch, wohl jeweils an Rom und Karthago, in welcher Reihenfolge und welcher Natur, wird später noch erläutert.4 Karthago traf zuerst ein und half den Mamertinern gegen Syrakus. Die Römische Hilfe ließ noch auf sich warten. Die Gründe werden noch näher vertieft. Sie schaffen es die Stadt einzunehmen und daraufhin verbünden sich die Karthager und Hieron und belagern gemeinsam gegen Rom die Stadt Messina.5

Hiermit beginnt der eigentliche Krieg im Jahr 264 v. Chr. Die Römer bekommen durch den Nachschub weiterer Truppen Oberhand in den Kämpfen und schaffen es die Belagerung zu lösen. Die Syrakuser werden zurückgedrängt und die Römer versuchen eine Belagerung der Stadt Syrakus im Jahr 263 v. Chr.6 Es folgen Abfälle von einigen Bundesgenossen von Karthago und Syrakus. Hieron bittet deshalb um Frieden und verbündet sich mit Rom. Die Karthager verlagern ihre Kommandozentrale daraufhin nach Akragas.7

Nun greifen die Römer diese Stadt an und es kommt auch hier zu einer Belagerung 262 v. Chr. Es folgen nach dem Fall von Akragas Plünderungen der Karthager an der italischen Küste. Die Römer entschließen sich nun zum Flottenbau im Jahr 261 v. Chr.8 Es folgen die Schlachten bei den Liparischen Inseln und die Schlacht von Mylae, 2 Seeschlachten, die eine neue Dimension im Krieg bringen, ein Kampf zur See mit Kriegsschiffen (260 v. Chr.).

Hier enden dann die Ausführungen meiner Hausarbeit. Der erste punische Krieg indes wird weiter geführt und endet mit dem Friedensvertrag erst 241 v. Chr.

3. Situation in Messina

Es gibt eine Kontroverse über 9 die Situation in Messina vor dem Eintreffen der Römer im Jahr 264 v. Chr. Diese Diskussion beschäftigt sich mit der Frage in welcher Reihenfolge die Mamertiner ihre Hilfegesuche gesendet haben und zu welchem Zeitpunkt dies geschah. Dies soll aber nicht Schwerpunkt der Ausarbeitung sein. Ich werde aber eine Version darlegen, nach der ich mich im Folgenden richten werde. Auch die Kriegsschuldfrage mit der Diskussion über eventuell bestehende oder nicht bestehende Verträge zwischen Rom und Karthago sollen nur nebensächlich behandelt werden.

Polybios geht in seinen Historien 1 von einem gleichzeitigen Hilfegesuch an beide Großmächte, Rom und Karthago, aus. Demnach hätte auch die Schlacht am Longanus um 264 v. Chr. stattgefunden. Die neue Forschung geht aber von einer Datierung der Schlacht um 269 v. Chr. aus.10 Bei Sigrid Albert erfolgt auch ein gleichzeitiger Hilfegesuch, aber die Reaktion der Römer lässt noch auf sich warten. Auch Polybios erkennt ein zögern der Römer.11 Er lässt aber keine Zeit von fünf Jahren vergehen. Die Gründe, die er anführt, werden im Senat und im Volk diskutiert. Er erwähnt, dass der Senat die Verwandtschaft zu den Mamertiner erkennt und demnach auch Hilfe stellen will. Und auch das Einschreiten Karthagos wird in Betracht gezogen, denn würden sie Messina kontrollieren wäre Rom faktisch eingekreist, so sieht es Polybios. Eine wie auch in Alfred Heuss’ „Punischer Krieg“12 bemerkte übertriebene Darstellung. Weitere Überlegungen in Rom sind jedoch auch, dass das Volk müde ist aufgrund der langen Kriege auf dem italischen Festland um Roms Vorherschafft hier zu sicher. Das Volk lässt sich angeblich aber durch den Beutegedanken überzeugen, auch obwohl man eigentlich vor kurzem noch gegen die Plünderer von Rhegion hart vorgegangen ist. Diese gingen genauso vor, wie die Mamertiner in Messina.

Eine weitere Möglichkeit, die das verspätete Eintreffen Roms erklären kann, ist die, die die wohl aktuellste Publikation zu diesem Thema von Klaus Zimmermann beschreibt.13 Er geht davon aus, und beruft sich meines Erachtens auch auf Alfred Heuß, dass es zuerst ein Hilfegesuch an die Karthager gab und die Römer dann gegen die Karthager gerufen wurden, weil die Mamertiner ihnen überdrüssig wurden. Ähnlich wird dies auch bei Sigrid Albert beschrieben.14

Mommsen erwähnt, dass 265 v. Chr. die Mamertiner in die Bundesgenossenschaft mit den Römern getreten sind. Er orientiert sich also an Polybios’ Darstellung.15 Demnach stände den Mamertinern der gleiche Schutz zu wie den anderen italischen Städten - Schiffe und Schutz in Kriegsfragen.

Gehen wir also davon aus, dass sich die Karthager im Jahr 264 v. Chr. in Messina befinden, weil sie auf den Hilfegesuch der Mamertiner reagierten und Hieron II. erst einmal zurückdrängten. Die Römer entschließen sich dann 264 v. Chr. nach Abwägung aller Vor- und Nachteile zur Intervention in Messina.

4. Vertragliche Situation

Die Vertragslage, die die Kriegsschuldfrage nur kurz erläutern und verdeutlichen soll, wird im Folgenden dargelegt.

Laut Polybios16 gibt es drei rechtmäßig anerkannte Verträge zwischen Karthago und Rom. Diese drei regeln Bedingungen für Handel, stecken Einflussbereiche ab und Regeln das Verhalten im Kriegsfall (Pyrrhos). Nach diesen drei Verträgen würde es keinen Vertragsbruch durch Rom geben, wenn sie die Grenze nach Sizilien überschreiten. Der eventuelle vierte Vertrag wird auch Philinosvertrag genannt.

Polybios benennt diesen vom Historiker Philinos erwähnten Vertrag aber unter der Prämisse, dass dieser Vertrag von ihm selbst nicht gefunden wurde. Er bezweifelt also dessen Existenz, beschreibt aber seine Inhalte. Würde dieser Vertrag existieren, wäre Rom die Macht, die einen Vertragsbruch begangen hat und Schuld am Krieg ist. Denn laut dem Philinosvertrag darf sich Karthago nicht dem italischen Festland nähern, Rom darf sich nicht Sizilien nähern. Und der Übertritt nach Messina zur Hilfe der Mamertiner wäre ein Vertragsbruch, der Rom als Kriegsschuldigen ausmachen würde. Die Tatsache, dass dieser Vertrag nicht mehr existierte zur Lebenszeit des Polybios, spricht entweder dafür, dass er wirklich nicht existierte, oder, dass die Römer ihn verschwinden lassen haben aufgrund der Tatsache, dass die Römer immer einen gerechten Krieg führen wollen, weil sonst nach ihrem Glauben der Krieg keinen Erfolg bringen würde.

Letztlich kann die Frage nicht geklärt werden und bedarf näherer Betrachtung, aber in einem anderen Rahmen.

5. Kurze Vorstellung der einzelnen Parteien

Die wichtigsten Protagonisten in diesem ersten Abschnitt des ersten Punischen Kriegs sind zweifelsohne die Römer, die Karthager und die Syrakuser, auch wenn ihnen im Vergleich zu den anderen beiden eine kleinere Rolle zugeordnet werden muss.

Syrakus ist eine griechisch dominierte Stadt, die seit 275/274 v. Chr. durch Hieron II. regiert wird.17 Die Syrakuser versuchen dem Treiben der Mamertiner ein Ende zu setzen und die östliche Hälfte Siziliens unter Kontrolle zu bringen.18

Karthago hingegen ist eine Art Aristokratie/Oligarchie mit einem Senat und zwei jährlich gewählten Sufeten als Führung und Generälen. In Nordafrika, dem heutigen Tunesien, liegt das Imperium der Karthager. Darüber hinaus verfügen sie über ein Netzwerk von Handelsstädten im westlichen Mittelmeer und auf Sardinien und Korsika. Sie beherrschen die so genannte Epikratie, die westliche Hälfte Siziliens. Sie sind darauf bedacht, den Konflikt mit den Griechen auf der östlichen Hälfte zu regulieren, so dass von ihnen keine Übermacht droht.19

Rom auf der anderen Seite der Großmächte ist auch eine Aristokratie mit demokratischen Elementen, einem Senat und zwei jährlich gewählten Konsuln als Führung. Sie erhalten auch im Kriegsfall den Oberbefehl über die Truppen. Rom beherrscht die italische Halbinsel.20 Die Motive Roms in Sizilien zu intervenieren lassen sich im Nachhinein nur vermuten. Es kann die Pflicht zur Hilfe eines Bundesgenossen sein, das eventuell schon vorhandene Streben nach einer Großmachtstellung im gesamten Mittelmeer, mit Sizilien als Schlüssel dazu, oder die Angst vor Karthago, die auch vorher schon erläutert wurde.

6. Beginn des Krieges

Setzen wir also nun an dem Punkt an, den wir oben als Kriegsbeginn schon definitiv ausgemacht haben. Das Jahr 264 v. Chr.

Die römischen Truppen werden mobilisiert und machen sich auf den Weg nach Messina, weil sie nach langem Zögern nun auf den Hilfegesuch der Mamertiner reagieren. Im Frühling 264 v. Chr. läuft eine römische Flotte, gebildet aus Schiffen Neapels, Tarents und anderen Städten in Rhegion aus.21

Ab diesem Punkt in der Kriegsgeschichte gibt es mehrere unterschiedliche Rekonstruktionen durch die Historiker. Ich möchte hier drei Darstellungen wiedergeben.

6.1 Darstellungen von Mommsen, Albert und Heuß

Theodor Mommsen stellt die Situation wie folgt dar: Die Römer erhalten beim Auslaufen in Rhegion die Botschaft, dass die Karthager jetzt die Herren über Messina sind, im Einvernehmen mit den Mamertinern. Laut ihm schuf Karthago Frieden mit Syrakus und Hieron II. zog seine Truppen ab. Die Römer setzen trotzdem über, unter ihrem Kriegstribun Gaius Claudius. Dieser ruft laut Mommsen eine Bürgerversammlung in Messina ein. Der General der Karthager Hanno ist auch anwesend. Die Römer nehmen ihn gefangen und zwingen ihn dazu seinen Truppen den Befehl zum Abzug zu geben. Die Truppen kommen diesem Befehl auch nach. Die Karthager lassen später Hanno wegen seiner vermeidlichen Unfähigkeit hinrichten und erklären dann den Römern den Krieg.22

Folgen wir den Ausführungen von Sigrid Albert in „Bellum Iustum“, so stellt sich eine etwas veränderte Sachlage dar. Sie beruft sich auf Polybios 1, 11, 11. Sie sagt, dass der Konsul Appius Claudius Caudex von Rom aufbricht und von Rhegion aus Verhandlungen mit Hieron II. und den Karthagern führt. Hier stellt er dann ein Ultimatum um die Belagerung Messinas aufzulösen. Hier scheint, laut ihren Ausführungen, den Römer klar geworden zu sein, dass nicht nur gegen die Syrakuser, sondern auch gegen die Karthager vorzugehen sein wird.23 Bei ihr folgt, anders als bei Mommsen, die Kriegserklärung durch die Römer, da ihre Forderung eines Ultimatums zurückgewiesen wird.

Dies gibt der römischen Partei in diesem Konflikt eine andere Perspektive. Die römische Forderung nach einem gerechten Krieg scheint bei einer Kriegserklärung ihrerseits wohl nicht ganz zu zutreffen. Es hat eher den Anschein nach einem Angriffskrieg. Doch diese Annahme wird durch zwei Fakten wieder geschwächt, die dem Kriegsbeginn wieder eine Note Gerechtigkeit geben, aus römischer Sicht.

Zum einen wäre da der Hilferuf der Mamertiner. Die Römer kommen aufgrund von vertraglichen und freundschaftlichen Verpflichtungen. Sie sind eine Großmacht, die Schutz bietet und dieser Schutz wurde in Anspruch genommen. Nun sind die Römer nicht die einzige Macht im Mittelmeer und sie treffen in Messina auf die Syrakuser und die Karthager. Eine unangenehme Situation, besonders für Rom. Sie kamen um gegen Hieron II. zu helfen und finde eine dritte Macht vor, die ihnen unter Umständen gefährlich werden kann. Und die Forderung, die Stadt wieder frei zu geben, scheint schlicht und einfach auf die Erfüllung der Pflicht zurückführbar zu sein, die sie aufgrund ihrer Bündnisse eingegangen sind.

Der zweite Fakt beruht auf den Ausführungen von Sigrid Albert. Da es in Rom schon eine Zustimmung zum Kriegseinsatz in Sizilien gab und auch die Riten entsprechend durchgeführt wurden um einen erfolgreichen Krieg zu gestalten (Fetialritus).24 So kann man aus pro-römischer Sicht nur von einem gerechten Krieg sprechen, der die entsprechenden Voraussetzungen für einen Sieg der Römer in ihrer spirituellen Vorstellung bereits gelegt hatte.

Alfed Heuß stellt ein Szenario vor, welches zu pro-römischen Geschichtsschreibung passt und deshalb kritisch Hinterfragt werden muss. Auch er erwähnt den bereits bei Mommsen beschrieben Passus einer Versammlung, bei der der General der Karthager überlistet wurde. Seine Darstellung geht davon aus, dass eben im ersten Kriegsjahr noch nicht viel passiert war und so den Römern eine Heldenfigur geschenkt werden musste.25 Die Heldentat beginnt bei der Befreiung der Stadt. Der Konsul Appius Claudius unternimmt mehrere Fahrten nach Messina. Bei seinem ersten Eintreffen versucht er noch geheim die Mamertiner von den bösen Absichten der Karthager zu überzeugen und fährt wieder nach Rhegion ohne Erfolg zurück. Nach einer Weile kehrt er wieder und macht seine Forderungen deutlicher. Auch hier gibt es keine Reaktion, weder durch Mamertiner noch durch Karthager. Man redet sich die Sache schön, die Mamertiner reagieren aus Furcht nicht, und die Karthager, weil sie sich ihrer Schuld bewusst sind. Diese Vorstellungen werden in einer öffentlichen Rede kundgetan und Appius Claudius schafft es die Mamertiner auf seine Seite zu bringen. Er bietet beim Verlassen der Stadt wieder seine Hilfe an. Nun will er mit den bewaffneten Schiffen übersetzen. Doch ein Sturm und die Flotte der Karthager verhindern dies. Nun folgt in der Schilderung der Legende durch Heuß der Passus, dass die Karthager die gestrandeten Schiffe wieder an die Römer zurückgeben.26 Dies zeugt davon, dass die Karthager laut dieser Beschreibung eher beschwichtigen wollten um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen.

Claudius setzt bei seinem vierten Versuch nun doch mit seinen Truppen erfolgreich über und nun gleicht sich diese Darstellung mit der von Mommsen. Es folgt die Vollversammlung und die Gefangennahme des karthagischen Generals.

Bei den Ausführungen zu seiner Phantasie erwähnt Heuß auch, dass hier der Zeitablauf umgedreht werden muss. Die Karthager treffen laut dieser Geschichte erst ein, als das Bündnis zwischen Rom und Messina bereits besteht, so ist die Vertreibung dieser rechtmäßig und auch der Krieg wieder gerechtfertigt.27

7. Kriegsverlauf I

Der folgende Abschnitt wird den Kriegsverlauf bis zur Schlacht um Akragas behandeln. Ich möchte den Verlauf an den Orten, an denen sich das Kriegsgeschehen abspielte, festmachen.

7.1 Messina

Setzen wir nun mit dem Passus an, dass die Römer die Kontrolle über Messina errungen haben und die Karthager aus der Stadt vertrieben wurden. Nun Heuß versäumt es nicht, die Version, die er schildert, schildert mit bissigen Fußboten zu versehen. Er erklärt hier ganz deutlich, dass die römische Geschichtsschreibung diese Begebenheit erfunden haben muss um ihre Helden hervorzubringen und die typisch römische Heroisierung zu erschaffen. Heuß geht in seiner Betrachtung der Geschehnisse ohne diese wahrscheinlich erfundenen Begebenheiten doch eher von einer nicht ganz so heldenhaften Beschreibung aus. Diese gleicht in ihren Zügen der bei Sigrid Albert, die schon beschrieben wurde.

schließen sich zwei alte Feinde zusammen um gegen den gemeinsamen Feind vorzugehen. Syrakus und Karthago werden zu Verbündeten.28 Doch wir werden gleich sehen, dass dieses Bündnis nicht von langer Dauer sein wird, weil die Gegensätze zu stark sind und auch die gemeinsame Strategie schlecht koordiniert ist. Doch belagern die beiden neuen Verbündeten erst einmal die Stadt Messina. Karthago bezieht Stellung vom Meer und im Norden der Stadt und sperrt somit die Meeresenge zwischen Sizilien und dem Festland. Hieron II. belagert die Stadt von der Südseite.29 Nun folgt wieder eine etwas mysteriöse Begebenheit der römischen Geschichtsschreibung, denn dem Konsul Appius Claudius Caudex gelingt in der Nacht die Überfahrt mit dem Hauptheer nach Messina zu den dort stationierten Truppen. Dies schafft er, obwohl die karthagischen Flotten dort stationiert sind und somit eine unbemerkte Überfahrt nicht möglich sein sollte.

Die beiden Gegner Roms sind davon so überrascht, dass Rom mit diesem unerwarteten Moment die Reihen der Gegner zerschlagen kann und sie zurück treibt. Hieron II. wird bis nach Syrakus zurückgedrängt und die Römer versuchen eine Belagerung der Stadt, die aber abgebrochen werden muss. Da die Truppen des Hieron II. aber nun zurückgedrängt waren, kann Rom die Auseinandersetzung mit dem karthagischen Heer vor Messina suchen. Die Karthager müssen nun auch die Belagerung aufgeben.30

Im darauf folgenden Jahr 263 v. Chr. gelingt beiden Konsuln, Manius Otacilius Crassus und Marcus Valerius Maximus, mit einem noch stärken Heer die ungehinderte Überfahrt nach Sizilien, nachdem sie den Winter in Italien verbracht hatten.31 Laut Polybios ist Rom nun „in bedeutenderem Maße mit die Angelegenheiten in Sizilien verflochten“.32

Der Konsul Marcus Valerius Maximus wird seit den nun anbrechenden Feldzügen gegen die Karthager und vor allem gegen die Syrakuser auch „Messalla“ genannt, was soviel wie „der von Messina“ bedeutet.33 Dies vor allem, weil er so glänzende Siege erfocht.

Aufgrund der groß angelegten Offensive gegen Syrakus entscheidet sich dann Hieron der II., auch weil er nicht mit Karthago harmonierte und sie die Angriffe nicht verhindern konnten, zu einem Separatfrieden mit Rom im Herbst 263 v. Chr. Hierzu merkt Mommsen an:

„Er folgte einer richtigen Politik, indem er, sowie sich gezeigt hatte, dass es den Roemern mit dem Einschreiten in Sizilien Ernst war, sich sofort ihnen anschloss, als es noch Zeit war, den Frieden ohne Abtretungen und Opfer zu erkaufen. Die sizilischen Mittelstaaten, Syrakus und Messana, die eine eigene Politik nicht durchfuehren konnten und nur zwischen roemischer und karthagischer Hegemonie zu waehlen hatten, mussten jedenfalls die erstere vorziehen, da […] auf alle Faelle anstatt des karthagischen Tyrannisier- und Monopolisiersystems von Rom eine leidlichere Behandlung und Schutz der Handelsfreiheit zu erwarten war.“34

Diese Feststellung durch Theodor Mommsen zeigt vor allem die unterschiedlich zu beurteilende Herschafftsmethode der Römer und der Karthager. Es scheint als wähle Syrakus eben das kleinere Übel. Vielleicht erhoffte man sich auch gemeinsam mit den Römern die Karthager von Sizilien verdrängen zu können und so, nach Abzug der Römer die Verwaltungsaufsicht über Sizilien zu bekommen. Dies sind aber nur Spekulationen meinerseits.

Nun folgen dem Beispiel Syrakus’ auch einige andere kleinere Städte auf Sizilien und lösen das Bündnis mit Karthago und treten zu den Römern über. Hier hervorzuheben wäre die strategisch wichtige Stadt Segesta35 im westen Siziliens, dem eigentlichen Einflussbereichs Karthagos. Sie tritt auch kampflos über (262 v. Chr.).36 Zonaras gibt hierzu die trojanische Abstammung der Bürger von Segesta als Grund an, sich Rom anzuschließen.37

Mit diesen neuen Verbündeten und vor allem durch das Bündnis mit Syrakus ist der Krieg für die Römer etwas leichter geworden, da nun die Versorgung und der Nachschub gesichert sind.38

Die Karthager stehen nun unter enormem Druck und ziehen sich unter Hannibal Gisko nach Akragas zurück (262 v. Chr.). Nun ändert sich laut Polybios die Intension der Römer auf Sizilien:

„Auf dieses Ereignis hin änderten die Römer ihren ursprünglichen Plan, gaben sich nicht mit der Rettung der Mamertiner und dem bisherigen Kriegsgewinn zufrieden, sondern fassten die Hoffnung die Karthager überhaupt aus Sizilien zu vertreiben.“39

Diese Feststellung impliziert nun, dass Roms Motive von Anfang an jedenfalls nicht auf die Vertreibung Karthagos gerichtet waren, sondern wirklich erst einmal nur die Hilfe für die Mamertiner umfasste. Diese Frage wird im Abschluss noch kurz aufgegriffen werden. Nun wird also Akragas zum Ziel der nächsten römischen Offensive.

7.2 Der Kampf um Akragas

Mit 40000 Mann ziehen also 40 261 v. Chr. Lucius Postumius Megellus und Quintus Mamilius Vitulus nach Akragas und versuchen die Stadt einzunehmen. Doch diese Operation schlägt fehl und die Römer entschließen sich dazu die Stadt zu belagern. Dieser Belagerung schafft es die karthagische Besatzung 5 Monate zu widerstehen.41 Hier macht sich nun auch das Bündnis der Römer mit Hieron II. bezahlt, der laut Polybios:

Zimmermann erwähnt hingehen in seinen Ausführungen, (Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 102-103.) dass es nun für die Römer im Kampf um Sizilien kein zurück mehr gibt und man unbedingt Karthago besiegen muss, weil sonst die Bürger von Segesta verloren wären aufgrund des Übertritts zu Rom.

„[…]allen Eifer und Einfallsreichtum aufwandte um die notwendige Mindestversorgung zu gewährleisten.“42

In der Zwischenzeit schafft es ein weiterer karthagischer General namens Hanno ein Heer aufzustellen um nach Sizilien zu eilen, um den dort eingeschlossenen Karthagern zu helfen. Dieses Heer landet im Süden und verwickelt sich in leichte Kampfhandlungen mit den Römern. Diese Armee versucht mit Erfolg den römischen Truppen nun die Versorgung von Syrakus abzuscheiden und belagert somit diese Armee.43 Weil die Not der beiden Armeen zu groß wird, entscheiden sich dann die beiden Parteien dazu, Kampfhandlungen zu beginnen. Die Schlacht artet in einen langen Kampf aus, doch den Römern gelingt der Durchbruch der karthagischen Truppen (261 v. Chr.). Diese müssen fliehen und schaffen dies auch in der Nacht, sie erreichen die Flotte und entkommen den Römern. Dieser Umstand schmälert den römischen Erfolg ernorm. Dies bestätigen einhellig Mommsen44, Heuß45 und Zimmermann46. Somit gibt es auch in Rom keine Triumphfeiern für die Konsuln, was davon zeugt, dass dieser Fehler, die Karthager nicht endgültig zu schlagen, sehr wohl bemerkt und auch kräftig gewogen haben muss. Allerdings bleibt meiner Meinung nach unbestritten der Fakt bestehen, dass die Kontrolle über Akragas ein enormer Erfolg im Kampf um Sizilien ist. Nun ist eben die Frage, ob es um die Herschafft Siziliens oder um die Vernichtung der Karthager in erster Linie geht.

Rom möchte nun ein Exempel statuieren und verkauft die gesamte Bevölkerung Akragas’ in die Sklaverei.47 Dies soll vermutlich zeigen, was passieren kann, wenn sich eine Stadt nicht freiwillig in die Hände der Römer begibt, so wie es Segesta getan hat.

Karthago benutzt nun ein neues Mittel um den Krieg zu gewinnen und beginnt die italische Küste zu plündern und zu brandschatzen. Damit schadet man nicht nur den Bewohnern dieser Städte, sondern auch Rom direkt. Der Handel kommt teilweise aus Angst vor den Karthagern zum Erliegen. Städte wie Tarent und Neapel und Syrakus sind sehr gefährdet. Auch besteht die Möglichkeit dadurch die Aufmerksamkeit der Konsuln auf sich zu ziehen und sie von Sizilien abzulenken.48

Dieser Fakt scheint einen Sinneswandel in der römischen Politik bewirkt zu haben. Man erkennt, dass man Karthago zwar auf dem Land überlegen ist, ihnen aber zur See noch nicht das Wasser reichen kann.49

Es folgt ein sehr bedeutendes Ereignis, welches Rom in eine neue Sphäre katapultieren wird. Der Flottenbau.

8. Flottenbau

Polybios sagt, dass in der Zeit nach der Schlacht von Akragas viele Städte zu Rom übertraten, auch aus Furcht vor ihrer Überlegenheit in Sachen Landkrieg, viele Küstenstädte aber abfielen, aus Furcht vor der Seemacht Karthago.50 Weiter sagt er:

„Da sie also sahen, dass der Krieg sich aus den erwähnten Gründen mehr und mehr bald nach dieser, bald nach jener Seite neigte, dass ferner Italien oft von der (karthagischen) Seestreitmacht verwüstet wurde, während Afrika vom Krieg ganz und gar verschont blieb, entschlossen sie sich dazu, sich gleichauf mit den Karthagern auf das Meer zu wagen“51

Hier erkennt man also ganz deutlich den Entschluss eine Flotte zu bauen, aus dem Grund der Verteidigung und man liest heraus, dass es ein umdenken gegeben haben muss. Die Römer verstehen nun also, dass der Krieg nur über die See zu gewinnen ist.

Es gibt aber auch zu diesem Punkt eine große Kontroverse in der Geschichtsforschung. Wann war der Flottenbau genau? Hatte Rom keine eigene Flotte vorher? Woher kamen dann die Schiffe mit denen man nach Sizilien übersetzte? Wie baute man diese Schiffe? Viele Fragen stehen hier im Raum, einige von ihnen sollen kurz eine mögliche Antwort finden.

Polybios setzt den Flottenbau in das Jahr 261/260.52 Es gibt aber auch laut Plinius (16, 192) eine Nachricht des Piso, demnach der Flottenbau in das Jahr 264/263 zu legen sei.53 Dies ist zwar sehr umstritten, gibt aber Raum für Spekulationen, die eventuell andere Sachverhalte besser erklären könnten. Laut Piso wären in 45 Tagen 220 Schiffe gebaut worden, eine sehr unwahrscheinliche Angabe. Glaubt man aber der Datierung des Piso, so könnte man eine weitere Lösung für das lange Zögern der Römer nach dem Hilfegesuch der Mamertiner gefunden haben. Sie sahen sich vielleicht nicht im Stande ohne Flotte nach Messina zu fahren und mussten also erst eine errichten. So könnte man dann auch die Angabe zur Menge von Piso damit erklären, dass hier keinesfalls riesige Schiffe wie bei Polybios gemeint sind, Penteren, sondern eher kleine, kriegstaugliche Schiffe. Diese Annahme bleibt aber eine Vermutung und auch ich möchte mich eher an den Polybionischen Bericht halten.

Polybios hat auch für diese historische Begebenheit eine sehr anschauliche Erklärung:

„Da aber die Schiffsbaumeister im Bau von Penteren völlig unerfahren waren, weil bis dahin niemand in Italien solche Fahrzeuge benutzt hatte, bereitet ihnen dies erhebliche Schwierigkeiten. […] Denn obwohl ihnen nicht nur die notwendigen, sonder überhaupt alle Voraussetzungen fehlten und sie ihre Gedanken noch niemals auf das Meer gerichtet hatten, vielmehr damals zum ersten Mal auf diese Idee kamen, gingen sie so energisch ans Werk, dass sie, noch bevor sie noch bevor sie irgendwelche Erfahrungen sammeln konnten, sogleich mit den Karthagern zur See zu kämpfen trachteten, die doch von ihren Vorfahren her die unbestrittene Seeherrschaft besaßen.[…] Als sie erstmals beabsichtigten, Truppen nach Messana überzusetzen, da besaßen sie […] noch nicht einmal ein einziges Boot, sondern borgten sich von den Tarentiner und Lokrern, den Eleaten und Neapolitanern Pentekontoroi (Fünfzigruderer) und Trieren, auf denen sie ihre Leute tollkühn übersetzten. Als dann die Karthager in der Meeresenge gegen sie ausliefen, wagte sich ein mit Verdeck versehenes Schiff im Eifer des Gefechts zu weit vor, so dass es strandete und den Römern in die Hände fiel. Dieses Schiff nahmen sie zum Modell und bauten danach ihre ganze Flotte.“54

Polybios beschreibt hier also wieder eine glückliche Begebenheit in der römischen Geschichte. Ein gestrandetes karthagisches Schiff soll allen römischen Schiffen als Modell gedient haben. Und dieses Modell haben sie eben nur durch Zufall erhalten, als wäre die göttliche Fügung den Römern immer zu teil. Eine äußert fragwürdige Darstellung, wie auch Zimmermann bemerkt.55 Er sieht in dieser Beschreibung eine klare Übertreibung und gibt als einfachen und doch plausibel klingenden Grund ein Umdenken in der römischen Kriegspolitik an, welches zum Flottenbau führte und einfach zu dem gegebenen Zeitpunkt notwendig war. Auch die Begebenheit des Schiffsunglücks, oder Schiffsglücks für die Römer hält er für sehr weit hergeholt. Er sagt, dass falls es so etwas gegeben hat, dieses Schiff sicherlich in Detailfragen hilfreich war, aber im Endeffekt diese Erzählung vor allem dazu dienen soll den römischen Topos zu verdeutlichen: von den Gegnern lernen und sie dann einst überflügeln in der eigenen Spezialdisziplin.56

Theodor Mommsen vertritt eine ähnliche Auffassung, wenngleich er es etwas pathetischer formuliert:

„Der Flottenbau der Roemer war eben gar nichts als ein grossartiges Nationalwerk, wo durch Einsicht in das Noetige und Moegliche, durch geniale Erfindsamkeit, durch Energie in Entschluss und Ausfuehrung das Vaterland aus einer Lage gerissen ward, die uebler war, als sie zunaechst schien.“57

Was Mommsen hier beschreibt, ist dass der Flottenbau zwar monumental anzusehen ist, weil er ein neuer Schritt in eine andere Politik und Dimension bedeutet, er aber vor allem einfach notwendig war um den Krieg zu gewinnen.

So bleibt es offen, ob dieses Modell eines karthagischen Penterenschiff historisch ist oder nicht. Wichtig ist aber noch zu klären, ob dies, wie Polybios behauptet, wirklich die ersten Kriegsschiffe waren, die Rom selber bauen ließ.

Denn schon Livius58 beschreibt für das Jahr 311 v. Chr. die Berufung von zwei Flottenbefehlshabern, so genannten „quaestor classicus“. Somit hätte Rom bereits zu dieser Zeit über eine Streitmacht verfügt. Agnes Hof führt in ihrem Buch auch weitere solcher Quaestoren an, die in den Jahren vor und während des Krieges entstanden sind. Also eine Erweiterung des Seewesens, das wahrscheinlich durch einen Flottenbau erreicht wurde. Diese Quaestoren hatten dann wohl die gleichen Aufgaben wie ihre Kollegen in der Schlacht zu Lande.59

So bleibt also auch die Frage, ob dies Roms erste Flotte war, ein Rätsel. Hof bietet aber eine, wie ich finde den Umständen entsprechende Lösung, die alle Aspekte, von Polybios über Piso bis hin zu den Quaestoren berücksichtigt, auch wenn ihre Datierungen nun nicht ganz mit meinen übereinstimmen.

„Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Rom im Jahre 268 nach dem Hilfegesuch der Mamertiner gegen Hiero eine Flotte baute. Diese Flotte machte im folgenden Jahr die Einsetzung von zwei weiteren Quaestoren erforderlich […]. Da die Flotte den Anforderungen, die ein Seekrieg gegen die Karthager mit sich brachte, nicht gewachsen war, machte sich Rom im Jahr 261/0 zum ersten Mal daran, Penteren zu bauen.“60

Halten wir also fest, dass Rom nun vor allem Penteren als Neuerung baute und diese, sowie ihre bereits vorhandenen Kriegsschiffe, zum Seekrieg gegen die Karthager einsetzte. Doch diese Schiffe hatten eine Besonderheit vorzuweisen, die eine Neuerung auf dem Gebiet des Seekriegs war und den Römern den entscheidenden Vorteil bringen sollte.

8.1 Corvus als Besonderheit

Ich denke, dass die eigentliche rühmliche Tat in diesem Krieg durch die Römer nicht der Bau einer Flotte war, sondern die Erfindung, die dieser Flotte einen Vorteil gegenüber der karthagischen verschaffen konnte.

Die römischen Schiffe hatten ein großes Problem, sie waren den karthagischen in Wendigkeit und Manövrierfähigkeit klar unterlegen.61 Auch waren die Römer keinesfalls so erfahrene Seekrieger wie die Karthager es waren.62 So musste man also etwas erschaffen, um diesen Nachteil auszugleichen. Man erschuf eine Möglichkeit andere Schiffe zu entern und sie samt Besatzung mittels Nahkampf zu besiegen. Die Enterbrücke war geboren.

Der eigentliche Seekampf zielte damals darauf ab, den Feind mittels eines am Bug des Schiffes angebrachten Rammbocks zu versenken.63 Die Römer brachten als eine bewegliche Brücke an den vorderen Bereich ihrer Schiffe an, mit dem sie, wenn das feindliche Schiff in reichweite war, es festhalten und entern konnten. Polybios beschreibt diese Vorrichtung sehr genau:

„Auf dem Vorderdreck jedes Schiffes befand sich ein ca. 8m hoher Pfahl, an dessen Fuß eine ca. 12m lange Holzbrücke so befestigt war, dass sie sich um den Pfahl herum in jede beliebige Richtung drehen ließ und mittels eines über das obere Ende des Pfahls laufenden Taues hochgezogen werden konnte. Am äußeren Ende war die Brücke mit einem abwärts gerichteten Eisensporn, versehen. Kam ein feindliches Fahrzeug frontal oder von der Seite in die Reichweite dieser Konstruktion, so löste man das Tau, das die Brücke hielt; der Sporn bohrte sich in das Deck des anderen Schiffes, und die Bewaffneten stürmten hinüber.“64

Diese Planken nannte man „corvus“ oder „Raben“, weil sie eben wie ein Vogel in das Deck des anderen Schiffes pickten.

Durch diese Brücke konnten dann die Soldaten der Römer auf die Schiffe der Karthager gelangen. Sie verlagerten den also den Landkampf auf die See. Und da die Soldaten der Römer nicht nur besser ausgebildet, sondern auch besser ausgestattet waren, konnten sie die karthagischen Schiffe besiegen.65

9. Kriegsverlauf II

9.1 Die „Schlacht“ bei den Liparischen Inseln

Die Römer entschließen sich also neue Schiffe zu 66 bauen und gegen die Karthager auf See zu ziehen. Noch bevor alle Schiffe fertig gestellt sind, entschließt sich der Konsul Gnaeus Cornelius Scipio 260 v. Chr. mit den 17 Schiffen eine Expedition nach Messina zu starten, um ein paar organisatorische Punkte vorzubereiten.67 Hier erreicht ihn eine Nachricht, dass eine in Lipara stationierte Garnison beabsichtige zu Rom überzutreten. Der Konsul möchte diesen augenscheinlich leichten Triumph auch feiern und segelt mit der Flotte nach Lipara. Doch diesen Sieg kann er nicht davon tragen. Denn eine karthagische Abteilung aus Panormos erfährt von den anwesenden Römern und riegelt den Hafen bei Nacht ab und zwingt die römischen Schiffe zur Aufgabe. Alle 17 Schiffe fallen nun den Karthagern zu und auch der Konsul Scipio muss sich ergeben und wird gefangen genommen.68

Eine Schmach für die Römer und besonders für Scipio, der seit diesem Zwischenfall sogar einen schmückenden Beinahmen erhält: „asina“, die Eselin.

Dieses Tier und eben besonders die weibliche Ausführung standen in Rom für Dummheit.

Man kann also in diesem Fall keineswegs von einer Schlacht sprechen, deswegen erklären sich auch die Anführungszeichen in der Überschrift. Die Römer haben aber kurz nach dieser Blamage die Möglichkeit der Wiedergutmachung. Denn ein karthagisches Kommando unter Hannibal Gisko, dem General von Akragas, trifft bei Feinderkundungen, oder wie es Mommsen formuliert: ein karthagisches „Rekognoszierungsgeschwader“69, auf die römische Flotte und wird geschlagen und verliert einige Schiffe.70 So können die Römer die Schmach von Lipara etwas egalisieren.

Nun scheint aber auch der große Kampf zur See unumgänglich zu sein. Der zweite Konsul Gaius Duilius übernimmt das Kommando über die Flotte und es folgt das Aufeinandertreffen der beiden Mächte bei Mylae, nur 25 Kilometer von Messina entfernt.

9.3 Die Seeschlacht von Mylae

Nun kommt es also 260 v. Chr. zum71 ersten richtigen Seekampf der beiden Mächte vor Mylae. Diese Schlacht sollte eine erste Entscheidung bringen. Die Karthager erhofften sich einen Erfolg, der die Verluste auf Sizilien wieder wettmachen kann und die Römer wollten die Karthager in ihrer Paradedisziplin schlagen und sie somit endgültig in die Knie zwingen.

Die Flotte des Hannibal Gisko trifft von Panormos ein, während Gaius Duilius bereits vor Mylae stationiert ist. Die Karthager sehen in den römischen Schiffen, die wie erwähnt ja unbeweglicher und träger als die karthagischen sind, eine leichte Beute und stürzen sich zuerst frontal auf die Feinde, so beschreibt es zumindest Polybios.72 Aber die Schiffe werden von der römischen Taktik der Enterhaken total vernichtet. Auch das Schiff des karthagischen Generals Hannibal wird von den Römern geentert und man erlaubt ihm dann mit einem Beiboot wieder zu seiner Flotte zurückzurudern. Nun beschließen die Karthager von der Flanke und vom Rücken der Römer her anzugreifen. Aber auch mit diesem Manöver haben sie keinen Erfolg, denn die „Raben“ der Römer schlagen, wie schon vorher beschrieben, erbarmungslos zu. Laut den Berichten des Polybios verlieren die Karthager etwa 50 Schiffe, sei es durch Versenkung oder Einnahme. Von römischen Verlusten erfahren wir wie so oft nichts. Dies passt zu der pro-römischen Sichtweise des Polybios, auch wenn es etwas unwahrscheinlich scheint, dass vielleicht kein einziges römisches Schiff als Verlust zu verzeichnen war.

Völlig unbestritten bleibt aber, dass diese Schlacht eindeutig siegreich für die Römer war. Es muss auch ein beeindruckendes Schauspiel vor der sizilianischen Küste gewesen sein, wenn ungefähr 250 Schiffe gegeneinander kämpfen. Den Römern gelingt es also mit den Enterbrücken ihren erfahrungsbedingten Nachteil zur See auszugleichen und die Karthager zumindest in dieser Schlacht zu besiegen. Denn der materielle Verlust der Schlacht ist keineswegs überwältigend groß. Die Karthager werden es in der Folgezeit schnell schaffen ihre Flotte wieder herzustellen. Viel schwerer wiegt aber der moralische Aspekt. Die Römer konnten wieder einen ihrer Lehrmeister besiegen und ihn überflügeln. Für die Römer scheint dieser Erfolg eben ein großer Triumph. In Rom wird eine Siegessäule errichtet, die mit den Schnäbeln der karthagischen Schiffe geschmückt ist.73

10. Abschlusskommentar

Rom hat es also geschafft den ersten Teil dieses ersten der drei punischen Kriege für sich zu entscheiden. Sei es auf dem Land, Sizilien, oder zur See hat Rom es geschafft die Karthager zu besiegen. Der Vorteil für den weiteren Verlauf des Krieges liegt also zu diesem Zeitpunkt (260 v. Chr.) auf römischer Seite. Und ich denke, es ist berechtigt den Krieg bis dahin den Römern auf ihr Erfolgskonto zu schreiben.

In meiner Einleitung habe ich angesprochen, dass auch über den Wahrheitsgehalt des Mythos des Flottenbaus gesprochen werden soll. Meine bereits getätigten Aussagen hierzu sollen nun noch ergänzt werden. Rom begeht mit dem Schritt eine eigene Flotte zu bauen eine neue Ära. Sie wagen sich auf eine neue Dimension. Nach dem Land erobern sie nun auch das Meer. Dies gibt die Möglichkeit einer weit reichenden Expansion. Es scheint als wäre der Grundstein gelegt, damit Rom sein späteres Weltreich erschaffen kann. Rom geht den Schritt über die italische Halbinsel hinaus auf die Insel Sizilien und später dann auch bis nach Afrika. Das Mittelmeer wird erobert. Doch um diesen Schritt zu gehen benötigt Rom eben eine eigene Flotte.

Diese Flotte, die Rom speziell zu diesem Krieg bauen lässt, enthält Neuerungen, wie zum Beispiel die Penteren. Doch es ist meiner Meinung nach, und wie auch im dementsprechenden Gliederungspunkt beschrieben, nicht die erste Flotte der Römer. Es muss auch vorher schon Kriegsschiffe gegeben haben. Sonst würde sich auch die Existenz der bereits vorhandenen Quaestoren für die Seefahrt nicht erklären. Auch muss es Rom ja geschafft haben die Truppen nach Messina überzusetzen. Dies scheint eben auch vor allem durch Schiffe aus den eroberten Städten möglich zu sein. Rom benutzte eben auch vorher schon Schiffe um in kriegerischen Aktivitäten erfolgreich zu sein. Die Neuerungen sind die größeren Schiffe und vor allem die Enterbrücken. Diese Möglichkeit eine Seeschlacht in einen Landkampf auf einem Schiff umzuwandeln ist einfach genial. Das ist das einzigartige an diesem Flottenbau. Hier zeigen sich meiner Meinung nach die wahre Kreativität und der Erfindungsgeist der Römer. Diese neue Taktik ist das, was gerühmt werden sollte. Auch wenn diese Art des Kampfes auch nur von kurzer Dauer gewesen ist und im späteren Kriegsverlauf wieder abgeschafft wurde, auch weil sich die Karthager darauf einstellen konnten. Aber es brachte eben den Römern den entscheidenden Vorteil auf diesen ersten Metern des langen Kampfes zwischen diesen beiden Mittelmeermächten.

Die Polybionische Darstellung eines gefundenen Schiffes, welches durch Zufall in die Hände der Römer gefallen ist, scheint eben doch eher eine Heroisierung zu sein. Ein Versuch die römische Geschichte eindrucksvoll in Szene zu setzen. Und leider können wir keine anderen Quellen dazu in dem Maße befragen, wie wir es bei Polybios können. So müssen wir eben auf seine Historizität vertrauen und können auch leider nicht auf eine karthagische Darstellung der Sichtweise zurückgreifen.

So müssen wir eben auch bei den Motiven der römischen Partei auf Polybios vertrauen und vor allem der Darstellung folgen, die Roms Absichten mit diesem Krieg und dem Eingreifen erklärt. Ich denke, dass Rom zuerst in diesen Krieg eingriff, weil es Bündnispflichten zu erfüllen hat. Der Schritt scheint in Rom auch lange diskutiert worden zu sein, anders kann man auch das lange Zögern nicht deuten. Und man war sich auch sicherlich bewusst, dass der Schritt auf die Insel über das italische Festland hinaus von historischer Bedeutung sein kann. Aber ist es denn von Anfang an auch ein Schritt gegen Karthago gewesen oder doch vorrangig gegen Syrakus? Diese Frage wage auch ich nicht zu beantworten, kann aber eine Vermutung aufstellen. Rom kann eigentlich unmöglich gedacht haben, dass ein Eingreifen auf Sizilien, der Insel auf der sich Syrakus und Karthago die Herschafft teilen, nicht auf einen Konflikt mit Karthago hinaus laufen würde. Man muss eben damit rechnen, dass wenn drei Mächte auf einer Insel aufeinander treffen, dies nicht ohne Folgen bleiben kann, bei dem Kampf um eine Stadt.

Von meiner Seite aus bleibt also festzuhalten, dass Rom und Karthago in diesem ersten Teil der Auseinandersetzungen einen harten Kampf geführt haben, der von entscheidenden Ereignissen für die weitere Geschichte der beiden Mächte geprägt war. Vor allem eben Roms Gang auf das Meer, so mysteriös er auch beschrieben wurde, ist eine prägende Geschichte dieses Krieges und mag einen großen Anteil an Roms späterem Werdegang haben.

11. Bilder und Karten

Im nun folgenden Teil werden Karten und Bilder aufgeführt, die eben eine anschauliche Perspektive auf die jeweiligen Schauplätze geben sollen.

Die folgende Karte zeigt Sizilien und die darauf befindlichen Städte, die auch in meiner Ausführung ihren Platz gefunden haben. Hier wären Messina, Akragas, Lipara und Mylae zu nennen. Auch Syrakus, Rhegion und Segesta sind verzeichnet. Dies ist also die Orientierung für die in den vorherigen Fußnoten beschrieben Darstellung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten74

Die folgende Abbildung ist ein Model eines römischen Kriegsschiffes mit Enterbrücke (corvus).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten75

Dieses Bild zeigt eine schematische Darstellung eines Corvus. Die Enterbrücke wurde in die richtige Position gebracht und dann wurde das Seil durchtrennt und der Sporn rammte sich in das Schiffsdeck.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten76

12. Quellen und Literatur

Quellen: Polybios (1,8-10), (1,10-11), (1,16,5), (1,20,1),

(1,17,3), (1,18,11), (1,20,5-6), (1,20,7),

(1,20,9-16), (1,21,4-8), (1,21,10-11), (1,22,4-10),

(1,23), (3,22-26)

Zonaras (8,9), (8,10), (8,10,6)

Diodor (23,9,1)

Livius (9,30,4)

Literatur:

- Albert, Sigrid: Bellum Iustum, Die Theorie des „gerechten Krieges“ und ihre praktische Bedeutung für die auswärtigen Auseinandersetzung Roms in republikanischer Zeit, Frankfurter Althistorische Studien, hg. v. Jochen Bleicken und Helga Gesche, Heft 10, Kallmünz 1980.
- Heuss, Alfred (1949): Der erste punische Krieg und das Problem des römischen Imperialismus (Zur politischen Beurteilung des Krieges), in: Historische Zeitschrift 169.
- Hof, Agnes: Beiträge zur Altertumswissenschaften; Band 14; Hildesheim 2002.
- Huß, Werner: Die Karthager, 3., überarbeitete Auflage 2004. XII, C.H.Beck, München 2004.
- Jehne, Martin: Die Römische Republik, Von der Gründung bis Caesar, C. H. Beck, München 2006.
- Kinder, Hermann und Hilgemann, Werner: dtv-Atlas der Weltgeschichte, Band 1 Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution, München 2005.
- Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.
- Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; 2005, Darmstadt.

Links der Bilder:

- http://elearnsrv02.uni- leipzig.de/moodle/mod/resource/view.php?id=9313&subdir=/3._Sitzung _07.11.2007_

- ub.uni-graz.at/.../1999/seefahrt/b-rksp1-01.jpg

- user.cs.tu-berlin.de/~ohherde/b/corvus.gif

[...]



1 Albert, Sigrid: Bellum Iustum, Die Theorie des „gerechten Krieges“ und ihre praktische Bedeutung für die auswärtigen Auseinandersetzung Roms in republikanischer Zeit, Frankfurter Althistorische Studien, hg. v. Jochen Bleicken und Helga Gesche, Heft 10, Kallmünz 1980, 39.

2 Zur Orientierung über die Lage der Stadt siehe Gliederungspunkt 11.

3 Polybios Historien 1,10-11.

4 Pol. Historien 1, 8-10.

5 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, 101.

6 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, 102.

7 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, 103.

8 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, 103.

9 Zur Orientierung über die Lage der Stadt siehe Gliederungspunkt 11.

10 Albert, Sigrid: Bellum Iustum, Die Theorie des „gerechten Krieges“ und ihre praktische Bedeutung für die auswärtigen Auseinandersetzung Roms in republikanischer Zeit, Frankfurter Althistorische Studien, hg. v. Jochen Bleicken und Helga Gesche, Heft 10, Kallmünz 1980, 39.

11 Polybios Historien 1,10-11.

12 Heuss, Alfred (1949): Der erste punische Krieg und das Problem des römischen Imperialismus (Zur politischen Beurteilung des Krieges), in: Historische Zeitschrift 169, S. 457-513

13 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005.

14 Sigrid Albers: Bellum Iustum, Die Theorie des „gerechten Krieges“ und ihre praktische Bedeutung für die auswärtigen Auseinandersetzung Roms in republikanischer Zeit, Frankfurter Althistorische Studien, hg. v. Jochen Bleicken und Helga Gesche, Heft 10, Kallmünz 1980, 40.

Sie beschreibt allerdings, dass die Karthager von den Mamertiner aus der Stadt gebeten werden, und sich dann mit den Syrakusern verbinden. Diese streben dann nach Messina zusammen und die Mamertiner rufen die Römer zu Hilfe. Dies ist aber wie erwähnt nur eine Möglichkeit.

15 Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

16 Pol. 3, 22-26

17 Zur Orientierung über die Lage der Stadt siehe Gliederungspunkt 11.

18 Kinder, Hermann und Hilgemann, Werner: dtv-Atlas der Weltgeschichte, Band 1 Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution, München 2005.

19 Huß, Werner: Die Karthager, 3., überarbeitete Auflage 2004. XII, C.H.Beck, München 2004

20 Jehne, Martin: Die Römische Republik, Von der Gründung bis Caesar, C. H. Beck, München 2006.

21 Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

22 Vgl.: Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

Ähnliche Ausführungen tätigt auch:

Hof, Agnes: Beiträge zur Altertumswissenschaften; Band 14; Hildesheim 2002, S. 101.

23 Albert, Sigrid: Bellum Iustum, Die Theorie des „gerechten Krieges“ und ihre praktische Bedeutung für die auswärtigen Auseinandersetzung Roms in republikanischer Zeit, Frankfurter Althistorische Studien, hg. v. Jochen Bleicken und Helga Gesche, Heft 10, Kallmünz 1980, 44-45.

24 Sigrid Albert, Bellum Iustum: Die Theorie des „gerechten Krieges“ und ihre praktische Bedeutung für die auswärtigen Auseinandersetzung Roms in republikanischer Zeit, Frankfurter Althistorische Studien, hg. v. Jochen Bleicken und Helga Gesche, Heft 10, Kallmünz 1980, 45.

25 Heuss, Alfred (1949): Der erste punische Krieg und das Problem des römischen Imperialismus (Zur politischen Beurteilung des Krieges), in: Historische Zeitschrift 169, S. 483.

26 Vgl.: Heuss, Alfred (1949): Der erste punische Krieg und das Problem des römischen Imperialismus (Zur politischen Beurteilung des Krieges), in: Historische Zeitschrift 169, S. 484.

27 Vgl.: Heuss, Alfred (1949): Der erste punische Krieg und das Problem des römischen Imperialismus (Zur politischen Beurteilung des Krieges), in: Historische Zeitschrift 169, S. 485.

28 Hof, Agnes: Beiträge zur Altertumswissenschaften; Band 14; Hildesheim 2002, S. 103.

29 Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

30 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 102.

31 Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

32 Pol. 1, 17, 3.

33 Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

34 siehe 31.

35 Zur Orientierung über die Lage der Stadt siehe Gliederungspunkt 11.

36 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 102.

37 Zonaras 8, 9.

38 Pol. 1, 16, 5: Er spricht von einem Vertrag zwischen den beiden Mächten mit dem Syrakus materielle Hilfe und das Stellen von Schiffen versprach.

39 Pol. 1, 20 ,1.

40 Zur Orientierung über die Lage der Stadt siehe Gliederungspunkt 11.

41 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 103.

42 Pol. 1, 18, 11.

43 Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062. Mommsen gibt aber zu, dass Rom nun fast die ganze Insel kontrolliert, bis auf die Küstenfestungen der Karthager. Also ist seiner Meinung nach der Erfolg in strategischer Hinsicht schon nicht zu unterschätzen.

44 Siehe 38.

45 Heuss, Alfred (1949): Der erste punische Krieg und das Problem des römischen Imperialismus (Zur politischen Beurteilung des Krieges), in: Historische Zeitschrift 169, S. 488.

Heuß geht sogar soweit und behauptet, Rom hätte keinen Sieg vor Akragas davon getragen, denn das Entkommen der Karthager und auch die Schäden an der römischen Armee wiegen einfach zu schwer. Er weist eindeutig darauf hin, dass man in der sonstigen militärischen Geschichte in Rom nicht gerade sparsam mit Triumphfeiern umgegangen ist, und dass ein Verwähren dieser Ehre doch von Enttäuschung zeugt.

46 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 103.

47 Zon. 8, 10; Diodor 23, 9, 1.

48 Zonaras 8, 10, 6.

Laut Heuß (Heuss, Alfred (1949): Der erste punische Krieg und das Problem des römischen Imperialismus (Zur politischen Beurteilung des Krieges), in: Historische Zeitschrift 169, S. 489.) liegt die gleiche Nachricht auch bei Polybios vor. So ist es also faktisch belegt, dass es mehrere Beutezüge an die italische Küste gegeben haben muss.

49 Hier erinnere ich mich nur zu gut an die Weisheit, dass sich die Römer ohne die Erlaubnis der Karthager nicht einmal die Hände im Meer hätten waschen können.

50 Pol. 1, 20, 5-6.

51 Pol. 1, 20, 7.

52 Vgl. Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 104 oder Hof, Agnes: Beiträge zur Altertumswissenschaften; Band 14; Hildesheim 2002, S. 132.

53 Hof, Agnes: Beiträge zur Altertumswissenschaften; Band 14; Hildesheim 2002, S. 132.

54 Pol. 1, 20, 9-16.

55 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 104.

56 Vgl.: Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 105.

57 Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

58 Livius 9, 30, 4.

59 Vgl.: Hof, Agnes: Beiträge zur Altertumswissenschaften; Band 14; Hildesheim 2002, S. 134-135.

60 Hof, Agnes: Beiträge zur Altertumswissenschaften; Band 14; Hildesheim 2002, S. 136.

61 Vgl.: Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 105.

62 Vgl.: Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

63 Siehe 56.

64 Pol. 1, 22, 4-10.

65 Zu der Thematik Corvus dann einige Schaubilder im entsprechenden Gliederungspunkt.

66 Zur Orientierung über die Lage der Stadt siehe Gliederungspunkt 11.

67 Vgl.: Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 105.

68 Pol. 1, 21, 4-8.

69 Mommsen, Theodor: Roemische Geschichte Drittes Buch, Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten, 2. Kapitel, dtv, München, benutzte Onlineversion von Gutenberg 2002: http://www.gutenberg.org/etext/3062.

70 Pol. 1, 21, 10-11.

71 Zur Orientierung über die Lage der Stadt siehe Gliederungspunkt 11.

72 Pol. 1, 23.

73 Zimmermann, Klaus: Rom und Karthago; Darmstadt 2005, S. 106.

74 http://elearnsrv02.uni-leipzig.de/moodle/mod/resource/view.php?id=9313&subdir=/3._Sitzung_07.11.2007_

75 ub.uni-graz.at/.../1999/seefahrt/b-rksp1-01.jpg

76 user.cs.tu-berlin.de/~ohherde/b/corvus.gif

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